Osobliwie situacje graniczne


(25) die Insel Usedom (D) - Uznam (PL)

Swinoujscie (PL):

Stadt im äussersten Nordwesten der Republik Polen in der 'Wojewodschaft Ostpommern' (województwo zachodniopomorskie), direkt an der Grenze zu Deutschland.

grosser Handels-, Kriegs-, und Fischereihafen und ein beliebtes Seebad in der Republik Polen.

Die Stadt liegt an der Swina (Swine) und erstreckt sich auf den beiden dem Stettiner Haff vorgelagerten Inseln Uznam (Usedom) und Wolin (Wollin)

Auf der Westseite (auf der Insel Uznam/Usedom) befinden sich die Innenstadt und die Kurviertel mit Strand, auf der Ostseite (Insel Wolin/Wollin) der Erz- und Kohlenumschlagshafen "Swinaport", sowie Vororte.

45.000 Einwohner und eine Fläche von 314 km2

Vom Fährhafen auf der Insel Wolin verkehren Fähren nach Lübeck-Travemünde (D), Ystad (Schweden), Kopenhagen (DK) und nach Gdansk (Danzig).

Bis 1945 war Swinemünde (D):
...das "Hausbad der Berliner" (Früher 2,5 Std. Fahrt mit einem D-Zug von der Reichshauptstadt Berlin aus)
...Hauptort des ehem. Landkreises ‘Usedom-Wollin’ im pommerschen Regierungsbezirk Stettin. ...‘Familienbad’ mit 1938 435.000 Ubernachtungen; Einw. : 30.200 (1939)


GESCHICHTE:

1184 kleiner Handelsplatz

1297 Hafengründung durch Herzog von Pommerm mit Zugeständnissen an Kaufleute

1720 Swinemünde kommt mit Altvorpommern zu PreuBen

1763 Der groBe Preussenkönig legt anstelle des Dorfes ‘Westswine’ den heutigen Ort an, er bekommt 1765 Stadtrechte

1765 ff. Swinemünde entwickelt sich zu Stettins Vorhafen

1829 Swinemünde ist eines der ersten deutschen Seebäder

1876 Swinemünde erhält über Ahlbeck BahnanschluB nach Berlin

1880 Fertigstellung der ‘Kaiserfahrt’; durch diesen Kanal können nun grosse Schiffe bis nach Stettin auf der Oder fahren

1895 Eröffnung des Solbades

Dank seines milden Klimas und des herrlichen Strandes wird Swinemünde zu einem der beliebtesten deutschen Ostseebäder

1945 am 12.03. greifen 671 amerikanische Bomber die mit Flüchtlingen überfüllte Stadt an und richten ein Blutbad an.

1945 Juni Nach der Besetzung der zu 55% zerstörten Stadt durch die Sowj. Armee bleibt Swinemünde eine russische Enklave und Kriegshafen.

Erst einige Jahre später ühergeben die Sowjets Swinemünde an Polen; die Stadt bekommt den poln. Namen Swinoujscie.

Die merkwuerdige Insellage entsteht, denn die Stadt hat mit dem Rest Polens keine Landverbindung und ist nur mit der Fähre zu erreichen. Lediglich von deutscher Seite kann man 'trockenen Fusses' die Stadt erreichen.

Neubesiedlung mit poln. Einwohnern und teilweiser Wiederaufbau / Instandsetzung.

Die Bahnlinie nach Ahlbeck wird abgebrochen, an der Fernstrasse wird ein Fussgängerübergang zum Rest der Insel Usedom eingrichtet.

1968 Polen baut den "Swinaport"

Zahlreiche Eingemeindungen ehem. selbstständiger Dörfer auf der Insel Wolin (Wollin) vergrössern die Stadtfläche um des 15-fache.

Swinoujscie Portal - Kommerzielle Homepage der Stadt Swinoujscie mit mehr Bildern.(auf polnisch, deutsch und englisch)

 

  Grenzübergang:
Ankunft auf der poln. Seite: vor wenigen Minuten waren wir noch in Ahlbeck.
(Beginn der Bundesstrasse 111 auf deutscher Seite)
   Am Ostseestrand (PL):
Die Pommersche Bucht: idyllisch, aber trotzdem verläuft hier die EU-Aussengrenze: im Vordergrund der polnische Grenzzaun, im Hintergrund der deutsche. Trotz regen Treibens auf polnischer (und deutscher) Seite, bleibt man auf Abstand und start herüber; ein Grenzübertritt wäre zwar ohne sportliche Anstrengung möglich, aber jeder bleibt auf seiner Seite.
   Am Ostseestrand:
"Grenzverlauf - Zutritt verboten"
steht auf dem roten Schild rechts.
In den Dünen ein Beobachtungshäuschen des poln. Zolls.
Seit 1945 verläuft hier die Grenze, und die deutsche Insel Usedom 'verlor' ihre Kreisstadt Swinemünde.
   Am Ostseestrand:
Die Pommersche Bucht: Strandkörbe gibt es auf polnischer Seite nicht, und vormittags ist noch nicht soviel los.
Im Hintergrund ahnt man den Umriss vom Seeheilbad Ahlbeck, gelegen auf deutscher Seite in Vorpommern.
Die Endstation der Usedomer Bäderbahn „Ahlbeck Grenze“. Der Prellbock steht nur etwa zwei Meter vom Grenzpfahl entfernt. Im Hintergrund der polnische Grenzparkplatz, zugleich Warteposition für zahlreiche Pferdekutschen, die Touristen nach Swinoujscie bringen.
Grenzübergang:
Der Grenzübergang Ahlbeck an der B111 mit Blickrichtung nach Deutschland. Sowohl die deutsche als auch die polnische Grenzkontrolle findet in den Baracken auf deutschem Gebiet statt. Der Grenzübertritt ist nur für Fußgänger und Radfahrer möglich. Der Grenzstein vor dem Mülleimer am rechten Bildrand markiert den exakten Grenzverlauf.
Der Grenzstreifen vom Grenzübergang Ahlbeck an der B111 aus gesehen. Die Grenze verläuft am linken Rand der Schneise bis zu den nächsten beiden Grenzpfählen am Horizont (auf dem Bild nicht zu erkennen). Hinter der Anhöhe liegt bereits der Ostseestrand und die Küste.
Die Endstation der Usedomer Bäderbahn von der polnischen Seite aus gesehen. Der Prellbock steht etwas verdeckt hinter der kleinen Kiefer.
Die Grenze ist hier von beiden Seiten mit einem einfachenMaschendrahtzaun gesichert. In der Mitte stehen dann jeweils die Grenzpfähle beider Staaten und dazwischen ist auch ein kleiner Grenzstein zu sehen.
Der Grenzverlauf im Wald, etwa einen Kilometer südlich des Grenzübergangs an der B111. Hier fehlen sämtliche Zäune und ein Übertritt wäre unbemerkt möglich.
Zwei Grenzpfähle im Wald, unweit des Wolgastsees. Der Maschendrahtzaun auf deutscher Seite ist vorhanden, aber auf dem Bild nicht zu sehen.
Das Ende der deutschen Bundesstraße B110, die früher von Anklam kommend bis nach Swinemünde (heute: Swinoujscie) verlief. Heute endet sie an dieser Brücke, etwa zwei Kilometer vor der Stadt. Einen Grenzübergang gibt es hier nicht.
Die ersten Meter der B110 auf deutscher Seite, mehr ein Waldweg als eine Bundesstraße. Obwohl von Polen her keine Passanten und schon gar keine Autos die Grenze überqueren können, steht die Tafel mit den in Deutschland zulässigen Höchstgeschwindigkeiten an Ort und Stelle. Auch von deutscher Seite aus kann man nur bis etwa auf einen Kilometer an diese Stelle heranfahren.“

Die letzten beiden Grenzpfähle, die auf Usedom trockenen Fußes erreicht werden können, unweit des Ortes Kamminke. Rechts des Bildrandes läuft die Grenze in 50m Entfernung ins Stettiner Haff. Die Häuser im Hintergrund gehören bereits zum polnischen Paprotno, dem ehemaligen Friedrichsthal.“

Tipp:Um polnische bzw. andere osteurop. Seiten richtig mit allen Sonderzeichen sehen zu können, muss die "mehrsprachige Unterstützung" in Windows aktiviert sein. So installiert man die Unterstützung für die mitteleuropäischen Sprachen:

1 Klicke auf das Windows Startsymbol.
2 Klicke auf Einstellungen und dann auf Systemsteuerung.
3 Kicke auf das Symbol Software.
4 Wähle das Register Windows-Setup.
5 Wähle den Eintrag Sprachunterstützung aus und drücke die Schaltfläche Details.
6 Neben dem Eintrag "Sprachunterstützung Mitteleuropa" muß ein Häkchen stehen.
7 Klicke auf OK und anschließend noch einmal auf OK.
8 Die Änderungen treten in Kraft, nachdem der Computer neu gestartet wurde.


(c) Text und Fotos by BK 2000/UM 2002/CS 2002

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Es ist nicht Sinn oder Zweck dieser Darstellung um bestehende Staatsgrenzen in Frage zu stellen, es wird lediglich die besondere Situation und Ausstrahlung dieser Grenzlinie dargestellt.